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Fernstudium Kosten: Was es wirklich kostet – mit Kostenrechner

Ein Fernstudium kostet zwischen ein paar hundert Euro (FernUni Hagen) und einem Kleinwagen (privater Master). Was in den Gesamtpreis gehört, was die Steuer zurückgibt und wie du vergleichst – mit Rechner.

Geprüft am 10.10.2026Lesezeit 2 Minuten4 Quellen
Inhalt dieser Seite
  1. Was die Anbieter verlangen
  2. Was oft vergessen wird
  3. Was die Steuer zurückgibt
  4. Finanzieren
  5. Häufige Fragen

Angaben zu Anbietern stammen von den Anbietern und aus öffentlichen Registern (ZFU, Akkreditierungsrat); Preise und Förderbeträge ändern sich – verbindlich ist immer der Anbieter bzw. die Förderstelle. Werbelinks sind gekennzeichnet und ändern nichts an unseren Texten. Wie wir arbeiten

Das Wichtigste in Kürze

  • Fernschul-Lehrgänge liegen überwiegend bei 100 bis 200 € im Monat; Bachelor an privaten Fernhochschulen bei grob 200 bis 400 € je nach Tempo; die FernUni Hagen verlangt nur Semesterbeiträge (Bachelor gesamt meist unter 3.000 €).
  • Zum Monatsbetrag kommen Prüfungs- und Immatrikulationsgebühren, Material, Präsenzfahrten und bei Hochschulen oft Abschlussgebühren – nach § 3 FernUSG muss der Anbieter den Gesamtpreis nennen.
  • Weiterbildung im Beruf und Zweitstudium sind Werbungskosten ohne Obergrenze; bei 30 % Grenzsteuersatz zahlt das Finanzamt ein knappes Drittel zurück. Erststudium nur Sonderausgaben bis 6.000 €.
  • Langsamer studieren ist pro Monat günstiger, insgesamt teurer – vergleiche Gesamtpreise, nicht Monatsraten.

Kostenrechner: Was kostet dein Fernstudium wirklich?

Gebühren, Dauer, Nebenkosten, Arbeitgeberanteil und Steuersatz eintragen – du siehst die Gesamtkosten und was nach Förderung und Steuer bei dir bleibt.

Was die Anbieter verlangen

AngebotÜbliche GebührDauerGesamt (grob)
Fernkurs Hobby/Weiterbildung (Laudius, impulse)40–100 €/Monat6–18 Monate300–1.500 €
Fernlehrgang mit Zertifikat (ILS, sgd, HAF)100–180 €/Monat12–24 Monate1.500–3.500 €
Fachwirt / Meister (IHK)120–200 €/Monat12–24 Monate2.500–4.500 € + Prüfung
Staatlich geprüfter Techniker120–180 €/Monat36–42 Monate4.500–7.000 €
Abitur per Fernschule130–180 €/Monat30–42 Monate4.500–7.000 €
Bachelor FernUni HagenSemesterbeitrag + Materialgebühr6–10 Semesterunter 3.000 €
Bachelor private Fernhochschule200–400 €/Monat je Modell36–72 Monate10.000–16.000 €
Master / MBA privat250–600 €/Monat18–36 Monate8.000–20.000 €

Die Spannen sind Erfahrungswerte, keine Preislisten – die Anbieter ändern Gebühren jährlich und rabattieren oft. Verbindlich ist nur der Gesamtpreis, den dir der Anbieter vor Vertragsschluss nennen muss.

Was oft vergessen wird

  • Prüfungsgebühren: IHK-Prüfungen und staatliche Nichtschülerprüfungen kosten extra (je nach Kammer und Land dreistellig); Hochschulen verlangen teils Abschluss- oder Thesisgebühren.
  • Material: Bücher, Software, Taschenrechner, Laborkittel – 200 bis 800 € über die Laufzeit.
  • Präsenz: Fahrten, Übernachtungen und Urlaubstage für Seminare, Labore, Klausuren – bei Technik und Gesundheit mehrere Blöcke.
  • Verlängerung: Fernschulen verlängern meist kostenlos, Hochschulen verlangen für Zusatzsemester oft reduzierte Gebühren – nachlesen.
  • Zeit: Die teuerste Position steht in keiner Rechnung: 10 Stunden pro Woche über vier Jahre.

Was die Steuer zurückgibt

Kosten einer Fortbildung im ausgeübten Beruf (Fachwirt, Techniker, Zertifikate mit Berufsbezug) und eines Zweitstudiums (Bachelor nach Ausbildung, Master nach Bachelor) sind Werbungskosten ohne Obergrenze: Gebühren, Fahrten (0,30 €/km, ab dem 21. km 0,38 €), Material, Arbeitszimmer anteilig, Verpflegungspauschalen bei Präsenz. Bei einem Grenzsteuersatz von 30 % bekommst du also rund 30 % zurück; übersteigen die Kosten dein Einkommen, entsteht ein Verlustvortrag. Ein Erststudium ohne vorherige Ausbildung zählt nur als Sonderausgabe bis 6.000 € im Jahr und nur im selben Jahr. Fernlehrgänge ohne Berufsbezug (Hobby) sind privat.

Finanzieren

Die Reihenfolge, die sich bewährt hat: erst Förderung prüfen (Aufstiegs-BAföG für Fachwirt/Meister/Techniker, Bildungsgutschein bei Arbeitslosigkeit, Arbeitgeber, Länderprogramme – der Förder-Check listet sie), dann Ratenzahlung beim Anbieter (Monatsraten sind Standard, oft ohne Aufschlag), erst dann Kredit (KfW-Studienkredit bis 44 Jahre, Bildungskredit des Bundes) – und Bildungsfonds oder Ratenkredite nur, wenn der Abschluss das Einkommen sicher hebt.

Lass dir vom Anbieter den Gesamtpreis schriftlich geben und rechne ihn mit dem Rechner oben gegen die Steuer. Oft ist das teurere Modell mit schnellerem Abschluss am Ende günstiger – weil es weniger Monate frisst.

Häufige Fragen

Was kostet ein Fernstudium im Monat?

Fernschullehrgänge 100 bis 200 €, Bachelor an privaten Fernhochschulen grob 200 bis 400 € je nach Tempo, Master mehr; die FernUni Hagen rechnet Semesterbeiträge statt Monatsgebühren.

Kann ich ein Fernstudium von der Steuer absetzen?

Ja: Fortbildung im Beruf und Zweitstudium als Werbungskosten ohne Grenze, Erststudium ohne Ausbildung als Sonderausgabe bis 6.000 € pro Jahr.

Warum ist die FernUni Hagen so günstig?

Sie ist staatlich und wird vom Land NRW finanziert; Studierende zahlen nur Semesterbeiträge und Materialgebühren je Kurs.

Muss der Anbieter den Gesamtpreis nennen?

Ja, nach § 3 Fernunterrichtsschutzgesetz vor Vertragsschluss – Gesamtpreis, Laufzeit, Zahlweise. Ohne diese Angaben ist der Vertrag angreifbar.

Quellen

  1. Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG) – Widerruf, Kündigung, Zulassungspflicht – https://www.gesetze-im-internet.de/fernusg/ (abgerufen 10.10.2026)
  2. Bundesfinanzministerium / § 9 EStG: Werbungskosten – Fortbildung und Zweitstudium – https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__9.html (abgerufen 10.10.2026)
  3. FernUniversität in Hagen: Studium, Gebühren, Akademiestudium – https://www.fernuni-hagen.de/ (abgerufen 10.10.2026)
  4. Aufstiegs-BAföG (AFBG): Förderung von Fachwirt, Meister, Techniker – https://www.aufstiegs-bafoeg.de/ (abgerufen 10.10.2026)
Redaktion fernstudiumscout.de. Erstmals veröffentlicht im Februar 2013, vollständig neu geschrieben und geprüft am 10.10.2026. Information, keine Studienberatung – Preise und Bedingungen beim Anbieter prüfen.

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