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Staatlich geprüfter Techniker im Fernstudium: Dauer, Kosten, Förderung, Anbieter

Der Staatlich geprüfte Techniker ist die Aufstiegsfortbildung für Facharbeiter – und einer der häufigsten Fernlehrgänge. Was er kostet, wie lange er dauert, wer die Hälfte zahlt und wo die Prüfung stattfindet.

Geprüft am 10.10.2026Lesezeit 2 Minuten4 Quellen
Inhalt dieser Seite
  1. Was der Techniker ist
  2. So läuft der Fernlehrgang
  3. Voraussetzungen
  4. Kosten und Aufstiegs-BAföG
  5. Was danach geht
  6. Häufige Fragen

Angaben zu Anbietern stammen von den Anbietern und aus öffentlichen Registern (ZFU, Akkreditierungsrat); Preise und Förderbeträge ändern sich – verbindlich ist immer der Anbieter bzw. die Förderstelle. Werbelinks sind gekennzeichnet und ändern nichts an unseren Texten. Wie wir arbeiten

Das Wichtigste in Kürze

  • Fachrichtungen im Fernlehrgang: Maschinenbau, Elektrotechnik, Mechatronik, Informatik, Bautechnik, Chemietechnik, Heizungs-/Lüftungs-/Klimatechnik, Umweltschutz – bei ILS, sgd, Fernakademie, Hamburger Akademie.
  • Dauer 36 bis 42 Monate bei 10 bis 15 Stunden pro Woche; Voraussetzung: einschlägige Ausbildung und ein Jahr Berufspraxis bis zur Prüfung.
  • Kosten im mittleren vierstelligen Bereich; Aufstiegs-BAföG zahlt 50 % der Gebühren als Zuschuss, der Rest als Darlehen mit Teilerlass.
  • Prüfung vor der staatlichen Fachschule; Abschluss auf DQR-Niveau 6 mit allgemeiner Hochschulzugangsberechtigung – die Wilhelm Büchner Hochschule rechnet Leistungen auf den Ingenieur-Bachelor an.

Was der Techniker ist

„Staatlich geprüfter Techniker“ ist ein Fachschulabschluss, geregelt durch die Fachschulordnungen der Länder. Er qualifiziert Facharbeiter für Planung, Konstruktion, Arbeitsvorbereitung, Qualitätssicherung und Führung – die Ebene zwischen Geselle und Ingenieur. Im Deutschen Qualifikationsrahmen steht er auf Stufe 6, gleichauf mit Meister und Bachelor; er berechtigt zum Studium an jeder Hochschule. Seit einigen Jahren darf der Zusatz „Bachelor Professional in Technik“ geführt werden.

So läuft der Fernlehrgang

Die Fernschulen (ILS, sgd, Fernakademie, Hamburger Akademie – alle Klett-Gruppe, Lehrgänge weitgehend identisch) liefern Studienhefte, Online-Campus, Einsendeaufgaben und Präsenzseminare; der Lehrgang ist auf die Prüfungsordnung einer bestimmten Fachschule abgestimmt, bei der am Ende die staatliche Prüfung stattfindet (meist in Hamburg bzw. am Sitz der Partnerfachschule, teils mit mehrtägiger Anwesenheit). Dauer 36 bis 42 Monate, kostenlos verlängerbar; Beginn jederzeit. Die Fachrichtungen: Maschinenbau, Elektrotechnik, Mechatronik, Informatik, Bautechnik, Chemietechnik, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik, Umweltschutztechnik, Holztechnik, Wirtschaftstechnik (je nach Anbieter).

Voraussetzungen

Abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung (mindestens zwei Jahre) und mindestens ein Jahr Berufspraxis im Beruf – die Praxis darf bis zur Prüfung nachgeholt werden, sodass man direkt nach der Ausbildung beginnen kann. Ohne Ausbildung: sieben Jahre einschlägige Berufstätigkeit (je nach Land). Mittlerer Schulabschluss ist meist nicht nötig, hilft aber bei Mathematik.

Kosten und Aufstiegs-BAföG

Die Lehrgangsgebühren liegen bei 120 bis 180 Euro im Monat über rund 40 Monate – insgesamt im mittleren vierstelligen Bereich, plus Prüfungsgebühren der Fachschule und Fahrten. Das Aufstiegs-BAföG übernimmt 50 % der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren als Zuschuss, der Rest wird als KfW-Darlehen angeboten, von dem bei Bestehen 50 % erlassen werden – effektiv zahlst du also rund ein Viertel. Dazu Werbungskosten in der Steuer, Bildungsurlaub für Präsenzphasen und oft Arbeitgeberbeteiligung. Der Förder-Check zeigt die Kombination.

Was danach geht

Techniker arbeiten in Konstruktion, Projektierung, Instandhaltung, Qualitätsmanagement, technischem Vertrieb und als Teamleiter; in vielen Tarifverträgen sind sie Meistern gleichgestellt. Wer weiter will: Die Wilhelm Büchner Hochschule und andere Fernhochschulen rechnen Techniker-Leistungen auf den Bachelor of Engineering an und verkürzen das Studium; der Weg zum Ingenieur dauert dann drei bis vier Jahre neben dem Job. Mehr unter Technik & Ingenieurwesen.

Prüfe vor der Anmeldung, bei welcher Fachschule die Prüfung stattfindet und wie viele Präsenztage sie verlangt – das entscheidet über Urlaubstage und Fahrtkosten mehr als der Monatsbeitrag.

Häufige Fragen

Wie lange dauert der Techniker im Fernstudium?

36 bis 42 Monate bei 10 bis 15 Stunden pro Woche; Verlängerung ist bei den Fernschulen kostenlos. In Vollzeit an einer Fachschule dauert er zwei Jahre.

Was kostet der Techniker?

Gebühren im mittleren vierstelligen Bereich plus Prüfungsgebühren; mit Aufstiegs-BAföG (50 % Zuschuss, Darlehen mit Erlass) bleibt etwa ein Viertel.

Ist der Techniker aus dem Fernlehrgang anerkannt?

Ja, die Prüfung ist die staatliche Fachschulprüfung – derselbe Abschluss wie an einer Präsenz-Fachschule, DQR-Niveau 6, Hochschulzugang.

Techniker oder Meister?

Der Meister (IHK/HWK) führt Betriebe und bildet aus, der Techniker plant und konstruiert. Beide auf Niveau 6; der Techniker ist in Industrie und Entwicklung, der Meister in Handwerk und Produktion verbreiteter.

Quellen

  1. Wikipedia: Staatlich geprüfter Techniker – Dauer, Fachschule, Anerkennung – https://de.wikipedia.org/wiki/Staatlich_gepr%C3%BCfter_Techniker (abgerufen 10.10.2026)
  2. Aufstiegs-BAföG (AFBG): Förderung von Fachwirt, Meister, Techniker – https://www.aufstiegs-bafoeg.de/ (abgerufen 10.10.2026)
  3. Deutscher Qualifikationsrahmen (DQR): Niveaus 6 für Bachelor, Meister, Fachwirt – https://www.dqr.de/ (abgerufen 10.10.2026)
  4. Wikipedia: Hochschulzugangsberechtigung – Zugang für beruflich Qualifizierte (KMK-Beschluss 2009) – https://de.wikipedia.org/wiki/Hochschulzugangsberechtigung (abgerufen 10.10.2026)
Redaktion fernstudiumscout.de. Erstmals veröffentlicht im September 2013, vollständig neu geschrieben und geprüft am 10.10.2026. Information, keine Studienberatung – Preise und Bedingungen beim Anbieter prüfen.

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